Das Abholzen der Regenwäder
Brasilien: Das größte zusammenhängende Regenwaldgebiet erstreckt sich im Amazonasbecken. Dieser Tieflandregenwald, ungefähr die Hälfte des gesamten weltweiten Regenwaldbestandes, beherbergt eine riesige Zahl an Tier- und Pflanzenarten. Viele davon kommen nur in diesem Gebiet vor. Stirbt eine Art aus, wirkt sich das wie ein Dominoeffekt auf viele andere Arten aus. Auch das macht die zunehmende Zerstörung der Regenwälder zu einem extremen ökologischen Problem.
Südostasien: Auch diese Regenwälder sind akut gefährdet. Brandrodung, vor allem aber der kommerzielle Holzeinschlag für die Papier- und Möbelindustrie bedrohen den Wald - und damit die Tier- und Pflanzenarten.
Afrika: Knapp ein Fünftel der weltweiten Regenwälder liegen in Zentralafrika. Viele bedrohte Tierarten, unter anderem die Berggorillas, leben in diesen Wäldern, deren Bestände durch die Ausbeutung von Bodenschätzen, Kriege und Umwandlung in Agrarflächen stark dezimiert worden sind.
Tropische Bergwälder: Die Anzahl der Arten, die in den tropischen Berg- und Nebelwäldern lebt, ist noch ungleich höher als in den Tieflandwäldern. Wälder in den Bergregionen haben aber noch eine andere biologische Funktion. Sie schützen die Hänge vor der Erosion und damit vor dem Abrutschen. In den Andenregionen entspringen darüber hinaus die Flüsse, die nicht nur der Bevölkerung Trinkwasser liefern, sondern den Amazonas bewässern. Eingriffe in dieses Ökosystem hätten katastrophale Folgen für Mensch und Natur.
"Grünen Lungen" wie die Regenwälder auch genannt werden, sind für das Weltklima ein unschätzbarer Stabilitätsfaktor. Wälder binden Kohlendioxid und produzieren Sauerstoff. Ihre andauernde Vernichtung schadet nicht nur der Tier- und Pflanzenwelt, sondern auch dem Menschen und letztendlich dem gesamten Planeten Erde

Zwischen August 2017 und Juli 2018 wurden insgesamt 7900 Quadratkilometer Amazonas-Wald abgeholzt. Allein im vergangenen Jahr habe Brasilien 1,2 Milliarden Bäume verloren. Die Zerstörung entspreche einer Fläche von einer Million Fußballfeldern (Quelle Greenpeace). Die einzigen Profiteure sind u.a. die scheinheiligen Gestalten der Industrie und die Aggrarlobby. So dringen mächtige Konzerne immer tiefer in die Urwälder Brasiliens ein. Sie interessieren sich für die Urwaldriesen, deren Holz sie gewinnbringend verkaufen. Sie machen Profit ohne Rücksicht auf die Natur und ihre Bewohner. Diese werden verfolgt, eingeschüchtert und ermordet. Auch Umweltschützer werden bedroht und umgebracht. Dieser Raubbau an der Natur wird nicht ohne Folgen für die Menschen sein...Ist erst alles zerstört, ausgerottet, ausgebeutet und die Böden vergiftet, hat sich die Zukunftsperspektive der Menschen drastisch verschlechtert und ist die Zahl der Umwelttoten deutlich angestiegen, will es wieder einmal keiner gewesen sein. Jeder weiss was auf die Menscheit durch die Zerstörung ganzer Ökosysteme zukommt, aber nur wenige sind bereit gegen diese kriminellen Organisationen zu kämpfen.

Brasilien hat sich entschieden: für Jair Bolsonaro als neuen Präsidenten. Und gleichzeitig für die Zerstörung des Regenwaldes und gegen den Umweltschutz. Was für ein trauriger Tag für den brasilianischen Regenwald und deren Bewohner! Der neue Machthaber Brasiliens leugnet die Klimaveränderungen. Er hat vor, Reservate von indigenen Völkern für Unternehmen zu öffnen. Agrar- und Bergbauunternehmen können dann einfacher Wälder abholzen.Was für ein Wahnsinn! Der brasilianische Regenwald ist der größte CO2 Speicher der Erde. Dieser Präsident wird als Umweltzerstörer und Klimakiller in die Geschichte eingehen...
Wir berauben uns unserer eigenen Ressourcen. Unser Egoismus kennt keine Grenzen.
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